Der Schauplatz: Die Ausstellung „Art & Antik“ in der Hofburg

 

Der Schauplatz: Die Ausstellung „Art & Antik“ in der Hofburg.

Szene 1: Die Beteiligten: ein älterer Herr mit seiner Frau
Die beiden stehen vor einem Schaukasten mit antiken Juwelen. Ich höre seine Frage „Wo ist die Gans?“ und folge seinem suchenden Blick. Tatsächlich gibt es eine goldene Brosche besetzt mit bunten Edelsteinen. Die Edelsteine funkeln. Ein Vogel ist erkennbar – ein Vogel ohne Hals. Der ältere Mann schaut auf seine Frau und lächelt.

Und ich als Beobachterin frage mich, woran diese Frau durch das Juwel erinnert wurde, welchen Bezug sie wohl zu Gänsen hat.
Und gleichzeitig spüre ich Fürsorge und Verständnis von seiner Seite, ohne das er ein Wort sprechen müsste.

Meine Stimmung ändert sich. Diese Wahrnehmung steht in krassem Gegensatz zum Umfeld, einer Messe, in der Kunstwerke in distanzierter Professionalität gezeigt und zum Verkauf angeboten werden, in der Aussteller Besucher als potentielle Kunden einschätzen, Bezug zum Kunstwerk und Künstler schaffen und Beziehungen zu anderen Ausstellern gestalten. Und da wird mir die Vielzahl von Beziehungssystemen bewusst, die hier wirken und lenke meine Aufmerksamkeit auf ……

Szene 2: Die Beteiligten: zwei Ausstellerinnen (Kolleginnen eines Standes), von denen sich nach einem Plausch eine andere Ausstellerin eines Nachbarstandes freundlich verabschiedet.
Kaum geht diese Frau aus dem Stand, stecken die beiden Frauen die Köpfe zusammen und tuscheln „Was DIE will, ……“
Schein und Sein – Außen- und Innenverhältnis – denke ich und aus Achtsamkeit zu mir flüchte von diesem Ort.

Wir nehmen unser Umfeld wahr, treten in Kontakt mit uns selbst und gestalten dann.

Was irritiert dich?
Was macht das mit dir?
Was ist dir dann nicht möglich und was ist dir möglich?

 

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